Systemdynamik
System Dynamics (SD) ist eine von Jay W. Forrester Mitte der 1950er Jahre an der Sloan School of Management des MIT entwickelte Methodik zur ganzheitlichen Analyse und Simulation komplexer Systeme. AB Mitte der 1990er Jahren haben wir diese Methode in der Physik am TWI, heute ZHAW, mit zunehmendem Erfolg eingesetzt.

Systemdynamisches Denken
Anhand einfacher populationsdynamischer Modelle wie ein Räuber-Beute-System oder einer Infektionskrankheit kann man Sinn und Segen der Systemdynamik anschaulich aufzeigen.

Topf mit Loch
Der Ausfluss von Wasser aus einem Topf mit einem Loch im Boden liefert ein lehrreiches Beispiel für den Einstieg in die Physik.

Kondensator entladen
Das Systemdiagramm (flowchart) des Modells zweier Kondensatoren, die ihre Spannung angleichen, zeigt die Botschatf der Systemphysik unmissverständlich: Ladungsbilanz, Spannung und Widerstand bilden den primären Wirkkreis, die Energie fungiert als zusätzliche Buchhaltungsgrösse.

Anfahrendes Auto
Wieso benötigt ein Auto mit Verbrennermotor ein Getriebe? Statt wie heute üblich das Anfahren mit konstanter Beschleunigung zu erklären, offenbart ein einfaches Modell den physikalischen Kern dieses Problems. Impulsbilanz, Kinematik und die optionale Energiebilanz bilden die Basis zu einem Verständnis, das weit über die übliche Osterhasenphysik hinausgeht.

Unsere Vision
Ausdruckstanz war nicht Thema, als wir 2006 und 2010 unsere Tagungen auf dem Monte Verità durchgeführt hatten. Unser Verein hatte sich zum Ziel gesetzt, die Systemdynamik als Denk- und Arbeitsweise in der Lehre, der angewandten Forschung und in praktischen Anwendungen zu fördern. In diesem Sinne führten wir jährlich ein- oder mehrtägige Weiterbildungen durch. Der Verein hat sich aufgelöst, die Vision ist geblieben. Die Fähigkeit, fächerübergreifend Modelle zu bilden und auch zu simulieren, wird im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu einer Kernkompetenz, welche das überflüssige Memorieren von Fakten und Formeln ersetzt.