2006 und 2010 hat der Verein Systemdynamik im Unterricht auf dem Wahrheitsberg zwei Tagungen mit exzellenten Referenten und über 30 Teilnehmenden durchgeführt. An diesem einzigartigen und geschichtsträchtigen Ort eine dreitägige Veranstaltung zu realisieren war nur dank des lokalen Beziehungsnetzes von Michele D'Anna und dem Organisationstalent von Edy Schütz möglich. Die gebotenen Inhalte sowie das methodische Vorgehen wurden mit gut bis sehr gut bewertet. Trotzdem schätze ich die Nachhaltigkeit unserer Anstrengungen als eher gering ein.
Der Verein Systemdynamik im Unterricht hatte sich zum Ziel gesetzt, die Systemdynamik als Denk- und Arbeitsweise in der Lehre, der angewandten Forschung sowie in praktischen Anwendungen zu fördern und zu diesem Zweck mindestens jährlich eine Weiterbildungsveranstaltung durchzuführen. Gemäss unserer Vision sollte die Systemdynamik als fächerübergreifende Methode an Gymnasien und Fachhochschulen etabliert werden. Alle reden von Interdisziplinarität und von Kompetenzen statt Wissen. Leider sieht die Realität bis heute völlig anders aus: einfach zu prüfendes Wissen wird in stark segmentierten Fächern von Lehrkräften unterrichtet, die kaum fachlich miteinander diskutieren.
Vielleicht wird sich der heutige Zustand, bei dem nachweislich mehr Papageienwissen als echtes Vertändnis vermittelt wird, dank der künstlichen Intelligenz zum Besseren wenden. Nous verrons bien!
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